Tipp des Monats


Sonderausstellung "Der Gohfelder Reiter" im Heimatmuseum Löhne

Immer wieder kommen bei Bauarbeiten lange verborgene Spuren der Vergangenheit zu Tage. Auch in Löhne wurden in den letzten Jahren bedeutende archäologische Funde gemacht. Sie zeigen wieder einmal, dass Löhne zwar als Stadt erst 50 Jahre alt sein mag, sich die Siedlungsgeschichte aber über Jahrtausende zurückverfolgen lässt.

 

Bei den vorbereitenden Arbeiten zum Bau des Hermes Logistik Zentrums stießen die Archäologen der LWL Archäologie für Westfalen auf ein Gräberfeld, das von der älteren Eisenzeit bis in die Merowingerzeit als Grablege diente.

Unter den 38 aufgefundenen Gräbern waren zwei mit einer besonderen Ausstattung versehen. Es waren Brandgrubengräber, in denen neben einer Urne mit Leichenbrand auch die Reste des Scheiterhaufens und der Beigaben gefunden wurden. Die zum Teil stark verschmolzenen Beigaben und die Gefäße selbst deuten auf ein Begräbnis der lokalen Elite hin. Die entdeckten Grabbeigaben, darunter mit Zinn verzierten Sporen, die Glasfunde und Bronzen waren römische Handelswaren.

 

Die Funde der Grabung werden im Herbst 2019 erstmalig ausgestellt: Direkt vor Ort und fast mit Blick auf das Grabungsgelände – im Löhner Heimatmuseum! Die Ausstellung findet in Kooperation mit der LWL Archäologie für Westfalen, Außenstelle Bielefeld, statt.

Ort: Heimatmuseum Löhne, Alter Postweg 300, 32584 Löhne

Zeiten: Samstags, 15.00 bis 18.00 Uhr, Sonntags, 10.00 bis 12.30 und 15.00 bis 18.00 Uhr

 

Besuche mit Gruppen, Schulklassenprogramme und Kindergeburtstage sind auch in der Woche nach Voranmeldung möglich.
www.heimatmuseum-loehne.de

 

Laufzeit der Ausstellung bis zum 15. Dezember 2019.